Was kostet eine Digitalisierungs-Beratung?
Der Aufwand hängt vom Umfang des Vorhabens ab: Zahl der betroffenen Bereiche und Systeme, Tiefe der Analyse, gewünschte Begleitung bei der Einführung und notwendige Steuerung. Im Erstgespräch klären wir, ob ein kompakter Start, ein erster Sprint, ein hybrider Projektzyklus oder ein größeres Veränderungsprogramm mit klaren Zuständigkeiten, priorisierten Aufgaben, festen Prüfterminen und Begleitung nach dem Start sinnvoll ist.
Wo fangen wir mit der Digitalisierung an?
Wir klären zunächst die übergeordnete Richtung und nehmen den tatsächlichen Ist-Zustand von IT-Architektur, Prozessen und laufendem Betrieb auf. Daraus entstehen ein eindeutiger Auftrag, eindeutige Zuständigkeiten, eine priorisierte Aufgabenliste und der erste Sprint beziehungsweise hybride Projektzyklus. Für diesen Zyklus prüfen wir, welcher Arbeitsrhythmus zur Aufgabe passt.
Sollten wir zuerst die passende Software auswählen?
Die Software-Auswahl wird sinnvoll, sobald Anforderungen, Zielbetriebsmodell, Datenflüsse und Integrationspunkte geklärt sind. Dann kann bewertet werden, welche Lösung zur Systemlandschaft, zu den Prozessen und zur geplanten Einführung passt.
Warum scheitern so viele Digitalisierungs-Vorhaben?
Häufig wird ein detailliertes Zielbild wie ein unbewegliches Ziel behandelt, obwohl sich Architektur, Prozesse und Anforderungen während der Umsetzung weiterentwickeln und der Betrieb parallel gesichert werden muss. Dazu kommen uneindeutige Zuständigkeiten, fehlende Nutzenmessung und zu viele parallele Maßnahmen. Scrum unterstützt kurze Lernschleifen, wirkt aber nur mit klarer Produktverantwortung, geordneten Prioritäten und verlässlichen Entscheidungen.
Sind wir an bestimmte Werkzeuge oder Anbieter gebunden?
Wir arbeiten werkzeug-unabhängig. Bestehende Systeme, Architekturvorgaben, Prozessanforderungen, Datenflüsse und Betriebsmodell bestimmen, welche Lösung passt. Auswahl und Einführung werden als Teil des Digitalisierungsvorhabens behandelt.
Was ist der Unterschied zwischen Digitalisierung und Transformation?
Digitalisierung verbessert konkrete Abläufe mit digitalen Mitteln. Transformation verändert zusätzlich Fähigkeiten, Rollen, Entscheidungswege, Projektmanagement, Kultur und Betriebsmodell. Beides ist kein Selbstzweck: Der erwartete Mehrwert wird vorher benannt und später an Durchlaufzeit, Stabilität, Kapazität, Kosten oder Nutzbarkeit überprüft.
Wann ist Scrum für ein Digitalisierungsvorhaben sinnvoll?
Scrum eignet sich, wenn Anforderungen noch nicht vollständig feststehen, ein Produkt oder Software-Baustein schrittweise entstehen soll und Fachbereich, IT und Führung Ergebnisse regelmäßig gemeinsam prüfen können. Für feste, klar planbare Aufgaben nutzen wir einfachere Abläufe. Entscheidend ist die passende Arbeitsweise für die jeweilige Aufgabe.
Wie stellen Sie sicher, dass die neue Lösung auch genutzt wird?
Nutzung wird für jeden Sprint beziehungsweise hybriden Projektzyklus geplant und gemessen. Beteiligte werden früh einbezogen, Schulungen auf reale Aufgaben zugeschnitten und Unterstützung für die Startphase organisiert. Nach der Einführung prüfen wir, wo die neue Arbeitsweise funktioniert und wo nachgesteuert werden muss.
Wie lange dauert ein Digitalisierungs-Projekt?
Das hängt von Umfang, Risiko und Zahl der betroffenen Bereiche ab. Ein begrenzter Praxistest kann schnell starten, eine breite Einführung wird in Sprints oder hybriden Projektzyklen geplant. Wo Scrum zur Aufgabe passt, entstehen in kurzen Arbeitsabschnitten früh überprüfbare Ergebnisse. Jeder Zyklus enthält Vorbereitung, Umsetzung, gemeinsame Prüfung, Einführung, Startbegleitung und Nutzenkontrolle.
Arbeiten Sie auch mit kleineren Organisationen?
Ja. Kleinere Organisationen brauchen dieselbe Klarheit, aber weniger Verwaltungsaufwand. Klare Zuständigkeiten, priorisierte Aufgaben, ein erster Sprint beziehungsweise hybrider Projektzyklus und feste Prüftermine werden so schlank aufgesetzt, dass sie zum Budget, zur Teamgröße und zur Entscheidungsgeschwindigkeit passen.
Woran erkennen wir, dass unsere Digitalisierung in die falsche Richtung läuft?
Typische Warnsignale sind viele parallele Einzelmaßnahmen, ein starres Detailziel trotz neuer Erkenntnisse und fehlende Messgrößen für den tatsächlichen Mehrwert. Wenn Entscheidungen unklar bleiben, Abhängigkeiten wachsen oder Nutzer die Lösung umgehen, wird der Umsetzungsplan anhand von Architektur, Prozessen und Betrieb neu geordnet.
Wie behalten wir bei vielen Systemen den Überblick über die Daten?
Datenflüsse, führende Systeme, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und Qualitätsregeln werden als Teil der Architekturarbeit dokumentiert. Bei der Einführung wird geprüft, ob Datenmigration, Berechtigungen, Berichtswesen und Betrieb zur künftigen Arbeitsweise passen.
Wie sorgen Sie dafür, dass die neue Lösung sicher und zukunftsfähig ist?
Sicherheit, Datenschutz, Einhaltung von Vorgaben, Anpassbarkeit und Betrieb werden von Anfang an berücksichtigt. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Kunden klären wir Zweck, Datenflüsse, Rollen, Berechtigungen, Aufbewahrung und Unterstützung. Wo erforderlich, werden ausdrückliche Zustimmungen und Einwilligungsprozesse vorgesehen. Technische Leitplanken orientieren sich an anerkannten Stellen wie dem
BSI.